Gäubahn-Faktencheck

PRESSEMITTEILUNG

28.11.2022, 15:27 Uhr

 

In seiner Funktion als Vorsitzender des Interessenverbandes Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn war der CDU-Landtagsabgeordnete Guido Wolf am Freitag beim Gäubahn-Faktencheck in Stuttgart. Außer den Mitgliedern des Interessensverbands nahmen der Verkehrsclub Deutschland, der Verband Pro Bahn, der Landesfahrgastbeirat und der Landesnaturschutzverband am Faktencheck teil. Geleitet wurde die Veranstaltung von einem externen Moderator.

Ziel des Faktenchecks war es, ein Abhängen der Gäubahn während des Baus des Pfaffensteigtunnels zu verhindern. Die Gäubahnanlieger hätten seinerzeit mit großer Mehrheit für S 21 gestimmt. Allerdings sei damit die Erwartung verbunden gewesen, an den Flughafen ebenso abgebunden zu werden, wie umstiegsfrei den Stuttgarter Hauptbahnhof zu erreichen. Dies betreffe auch viele Menschen im Landkreis Tuttlingen sowie in der Region, die auf die Gäubahn angewiesen seien, machte Wolf deutlich.

Die Entscheidung zum Bau des Pfaffensteigtunnels sieht Wolf als Quantensprung, um die Gäubahn deutschlandtaktfähig zu machen. Allerdings müsse berücksichtigt werden, dass der Bau dieses großen Tunnels auf den Fildern Jahre dauern wird. In dieser Zeit wäre die Gäubahn nur mittels eines Umstiegs in Vaihingen mit dem Stuttgarter Hauptbahnhof verbunden. Das hält Guido Wolf für nicht vermittelbar. 

„Der Faktencheck war sinnvoll, um einmal mehr deutlich zu machen, dass sich die Gäubahnanlieger im Süden vehement gegen eine Kappung der Gäubahn in Richtung Hauptbahnhof Stuttgart wenden. Die Solidarität des Südens innerhalb des Interessenverbandes darf nicht überstrapaziert werden. Deshalb brauchen wir eine Lösung, die nicht ausschließlich in einem Umstieg in Vaihingen liegen kann. Für mich hat sich jetzt die Option einer S-Bahnverbindung in den Süden ergeben, deren weitere Untersuchung ich für notwendig erachte. Dabei muss auch eine S-Bahnverbindung von Stuttgart bis Singen geprüft werden. Insofern muss der Faktencheck von heute fortgesetzt werden“, resümiert Guido Wolf MdL im Anschluss an die Veranstaltung in Stuttgart.

„Möglicherweise liegt uns bis dahin auch die Position des Eisenbahnbundesamtes vor, wo die Frage einer weiteren Betriebspflicht für die Panoramabahn, also der Verbleib der alten Gleise bis zum Hauptbahnhof Stuttgart, derzeit rechtlich überprüft wird.“, so Wolf.